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Zahn ziehen Kosten

Zahn ziehen kostet in der Schweiz zwischen CHF 110 und CHF 702 pro Zahn. Diese Spanne stammt aus 6 Praxen, die ihre Preise öffentlich publizieren, zuletzt geprüft am 4. August 2026.

Massgebend ist immer, was im Preis enthalten ist. Die Aufstellung rechts zeigt, welche Positionen eine vergleichbare Offerte abdecken muss und welche in der Schweiz üblicherweise separat verrechnet werden.

Stichprobe
6
Praxen
Kantone
5
BE · GE · GR · LU · ZH
Preiseinheit
pro Zahn

Zahn ziehen

pro Zahn

CHF 110 – CHF 702

Grundlage
Erhoben · beobachtete Spanne
Stichprobe
n = 6 Praxen
Zuletzt geprüft

Im Preis enthalten

  • Entfernung eines Zahns
  • Lokalanästhesie
  • Wundversorgung
  • Nachkontrolle

Nicht enthalten

  • Röntgenbilder
  • chirurgische Entfernung mit Aufklappen oder Separieren
  • Knochenaufbau zum Erhalt des Kieferkamms
  • Zahnersatz nach der Entfernung
  • Medikamente

Was Sie bei Ihrer Offerte prüfen sollten

  1. Leistungsumfang

    Deckt die Offerte alle 4 oben aufgeführten Positionen ab? Fehlt eine, ist der Preis nicht vergleichbar.

  2. Einheit

    Gilt der Preis pro Zahn? Ein Pauschalpreis und ein Einzelpreis lassen sich nicht direkt gegenüberstellen.

  3. Separate Positionen

    Sind die nicht enthaltenen Positionen aufgeführt und beziffert, oder tauchen sie erst auf der Rechnung auf?

  4. Taxpunktwert

    Nach welchem Taxpunktwert wird abgerechnet? Er ist nicht schweizweit einheitlich.

  5. Labor

    Sind Material- und Laborkosten enthalten oder werden sie separat weitergegeben?

  6. Gültigkeit

    Wie lange ist der Kostenvoranschlag gültig und was passiert bei Mehraufwand?

Weitere Preise aus Oralchirurgie & Notfall

Notfallzahnarzt

pro Sitzung

CHF 33 – CHF 495

Grundlage
Erhoben · beobachtete Spanne
Stichprobe
n = 13 Praxen
Zuletzt geprüft

Im Preis enthalten

  • Notfallkonsultation ausserhalb der geplanten Termine
  • Abklärung der Schmerzursache
  • schmerzstillende Sofortmassnahme (z. B. Trepanation oder provisorische Versorgung)
  • Lokalanästhesie

Nicht enthalten

  • Röntgenbilder
  • definitive Versorgung (Füllung, Krone, Wurzelbehandlung)
  • Zuschlag für Abend-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Medikamente

Hintergrund zu Zahn ziehen

Woraus sich der Preis für Zahn ziehen zusammensetzt

Der Preis für das Ziehen eines Zahns setzt sich in der Schweizer Zahnarztpraxis aus mehreren Blöcken zusammen. Den grössten Anteil macht die Behandlungszeit aus, denn sie bestimmt den Hauptteil der Rechnung über den Zeitaufwand des Behandelnden und des Assistenzpersonals. Dazu kommen die Kosten für die Lokalanästhesie sowie Verbrauchsmaterialien wie sterile Tücher, Spülungen und Nahtmaterial, falls eine Naht erforderlich ist. Laborarbeiten fallen bei einer einfachen Extraktion in der Regel nicht an, da kein Zahnersatz hergestellt wird; sie würden erst bei allfälligen Komplikationen oder einem chirurgischen Vorgehen ins Gewicht fallen. Die Nachkontrolle ist im erhobenen Leistungsumfang enthalten, wobei der zeitliche Aufwand dafür vergleichsweise gering ausfällt. Insgesamt dominiert der Faktor Zeit die Kostenstruktur, während Material und Verbrauchsgüter einen deutlich kleineren, aber dennoch sichtbaren Posten darstellen. Der genaue Betrag variiert je nach Praxis, Lage und individuellem Aufwand; eine pauschale Angabe ist ohne Prüfung der aktuellen Tarifpositionen nicht möglich.

Warum die Spanne so breit ist

Dieselbe Leistung – das Ziehen eines Zahns – kostet in der Schweiz je nach Praxis zwischen CHF 110 und CHF 702. Diese Spanne erklärt sich aus mehreren Faktoren. Erstens legt jede Praxis ihren eigenen Taxpunktwert fest; dieser bestimmt, wie ein Zahnarzt seine Arbeit verrechnet. Zweitens umfasst das Wort «Zahn ziehen» nicht immer denselben Leistungsumfang: Eine einfache Extraktion kann weniger Schritte beinhalten als ein operativer Eingriff mit Schnitt und Naht, wobei Letzterer entsprechend höhere Kosten verursacht. Drittens fliessen Material- und Laborwahl ein, etwa bei Nahtmaterial oder allfälligen Provisorien. Auch die Praxisstruktur spielt eine Rolle: Eine Einzelpraxis mit geringen Fixkosten kann anders kalkulieren als ein grösseres Zentrum mit mehr Personal und apparativer Ausstattung. Schliesslich variieren die Standortkosten: Mieten und Löhne sind in städtischen Gebieten höher als auf dem Land. Ein tieferer Preis bedeutet daher nicht automatisch dieselbe Leistung – er kann auf einem kleineren Leistungsumfang oder anderen Rahmenbedingungen beruhen. Welche Praxis für die individuelle Situation angemessen ist, lässt sich erst nach einem Vergleich der Angebote beurteilen.

Was häufig nicht im Preis steckt

Beim Zahnziehen werden in der Schweiz Leistungen wie Röntgenbilder, eine chirurgische Entfernung mit Aufklappen oder ein Knochenaufbau separat verrechnet. Das liegt daran, dass jede Position einen eigenen Aufwand an Zeit, Material und Infrastruktur darstellt. Ein Röntgenbild etwa erfordert eine separate Aufnahme, eine Befundung und die Dokumentation; es ist nicht automatisch in der Extraktion enthalten. Die chirurgische Entfernung bedeutet einen zusätzlichen operativen Schritt, der über das einfache Ziehen hinausgeht. Der Knochenaufbau schliesslich umfasst eigenes Füllmaterial und eine längere Behandlungszeit, die unabhängig vom Zahn selbst anfällt.

Für die Endrechnung bedeutet das: Nennt eine Offerte diese Positionen nicht, heisst das nicht, dass sie nicht erbracht werden. Sie können nachträglich als separate Rechnungsposition erscheinen. Zwei Offerten mit unterschiedlichem Endbetrag können deshalb denselben Umfang haben – oder ein tieferer Betrag kann auf weggelassenen Positionen beruhen. Entscheidend ist nicht der Gesamtpreis, sondern ob die Offerte alle Positionen auflistet und damit vergleichbar macht.

Wie die Position auf Ihrer Rechnung erscheint

Auf einer Schweizer Zahnarztrechnung wird das Zahnziehen über den Zahnarzttarif abgebildet, der mit Taxpunkten arbeitet. Jede Leistung hat eine im Tarifkatalog festgelegte Anzahl Taxpunkte. Die Praxis multipliziert diese Taxpunkte mit ihrem eigenen Taxpunktwert in Franken, wodurch sich der Preis für die einzelne Position ergibt. Der Taxpunktwert ist je nach Praxis unterschiedlich und kann auch innerhalb derselben Praxis variieren.

Auf der Rechnung sucht der Leser nach Positionen, die mit TP oder Taxpunkte bezeichnet sind. Er findet dort die Anzahl Taxpunkte sowie den angewendeten Taxpunktwert. Die Rechenlogik ist einfach: Taxpunkte multipliziert mit dem Taxpunktwert ergibt den Rechnungsbetrag für diese Position. So lässt sich jede Zeile einzeln nachvollziehen.

Bei einer Zahnentferzung zerfällt die Behandlung meist in mehrere Positionen, etwa für die Untersuchung, die Anästhesie und den Eingriff selbst. Der Leser sollte daher alle aufgeführten Positionen einzeln prüfen und nicht eine einzige Summe erwarten.

Versicherung: wer zahlt was

In der Schweiz ist eine Zahnbehandlung grundsätzlich nicht in der obligatorischen Grundversicherung (KVG) enthalten. Das Ziehen eines Zahns geht daher in der Regel zu Lasten des Patienten, der die Kosten selbst trägt. Ausnahmen bestehen bei Zahnschäden infolge eines Unfalls: Dann übernimmt entweder die Unfallversicherung (UVG) oder die Unfalldeckung der Krankenkasse die Behandlungskosten. Ebenso können bestimmte schwere Allgemeinerkrankungen zu einer Kostenübernahme durch die Grundversicherung führen, sofern die Zahnbehandlung direkt mit dieser Erkrankung zusammenhängt. Bei Geburtsgebrechen kann die Invalidenversicherung Leistungen erbringen.

Wer sich gegen die Zahnbehandlungskosten absichern möchte, kann eine Zahnzusatzversicherung abschliessen. Solche Policen arbeiten üblicherweise mit einem Erstattungssatz, der oft zwischen 50 und 75 Prozent der Rechnung liegt. Zudem sind ein Jahresmaximum und eine Wartefrist von meist drei bis zwölf Monaten üblich. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Tarif. Es empfiehlt sich, die Versicherungsbedingungen vor Abschluss sorgfältig zu prüfen, da nicht jede Behandlung im gleichen Umfang abgedeckt ist.

Häufige Fragen

Was kostet das Ziehen eines Zahns in der Schweiz?
Die Kosten für das Ziehen eines Zahns liegen gemäss unserer Erhebung bei 6 Praxen zwischen CHF 110 und CHF 702 (Stand: April 2025). Der genaue Betrag hängt vom Aufwand der Extraktion und der Praxis ab. Lassen Sie sich vorgängig eine Offerte erstellen, damit Sie die tatsächlichen Kosten kennen.
Was ist im genannten Preis enthalten?
Im genannten Preis sind in der Regel die Extraktion, die lokale Betäubung und eine einfache Nachkontrolle enthalten. Zusätzliche Leistungen wie Röntgenbilder, Medikamente oder ein chirurgischer Eingriff werden separat verrechnet. Fragen Sie in der Praxis, welche Positionen in der Offerte eingeschlossen sind und welche nicht.
Wie kann ich mehrere Offerten vergleichen?
Um Angebote zu vergleichen, verlangen Sie von mehreren Zahnärztinnen und Zahnärzten eine schriftliche Offerte. Prüfen Sie, ob alle voraussichtlichen Leistungen aufgeführt sind und ob Zusatzkosten wie Röntgen oder Material ausgewiesen werden. Ein niedrigerer Preis kann sich als teuer erweisen, wenn Leistungen nicht enthalten sind. Vergleichen Sie die einzelnen Positionen.
Wie bezahle ich die Behandlung?
In der Schweiz bezahlen Patientinnen und Patienten ihre Zahnbehandlung in der Regel selbst. Die Zahlung erfolgt direkt in der Praxis, je nach Anbieter bar, per Karte, TWINT oder auf Rechnung. Besprechen Sie vor der Behandlung, ob Zahlungsziele oder Ratenzahlungen möglich sind, und lassen Sie sich den Ablauf bestätigen.

Dieser Text erklärt, woraus sich Kosten zusammensetzen und wie eine Rechnung entsteht. Er sagt nichts darüber, welche Behandlung in Ihrem Fall angezeigt ist — das klärt eine Untersuchung. Redaktionelle Grundsätze: Redaktion.

Die Spanne beschreibt, was Schweizer Praxen für diese Behandlung publizieren — nicht was Ihre Behandlung kosten wird. Der verbindliche Betrag steht in Ihrem Kostenvoranschlag, und was medizinisch nötig ist, klärt eine Untersuchung. Zur Erhebung: Methodik.